Lagebericht

2. Quartal 2015

Bayer steigert Ergebnis deutlich

  • Sehr gute Geschäftsentwicklung bei HealthCare
  • CropScience behauptet sich in schwächerem Marktumfeld
  • Kräftiger Ergebniszuwachs bei MaterialScience
  • Konzernumsatz 12,1 Mrd € (+18,2 %; wpb. +3,7 %)
  • EBITDA vor Sondereinflüssen 2,9 Mrd € (+33,2 %)
  • EBIT 1,8 Mrd € (+27,7 %)
  • Konzernergebnis 1,2 Mrd € (+20,9 %)
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,98 € (+33,8 %)
  • Konzernausblick 2015 für operative Performance im fortzuführenden Geschäft bestätigt und an Währungseffekte angepasst

Der Bayer-Konzern ist im 2. Quartal 2015 weiter gewachsen und hat das Ergebnis deutlich gesteigert. HealthCare überzeugte mit deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen, die auf die erneut erfreuliche Geschäftsausweitung mit unseren neueren Pharma-Produkten sowie auf die positive Umsatzentwicklung bei allen Consumer-Health-Divisionen zurückzuführen sind. Bei CropScience lagen die Umsätze auf dem Niveau des starken Vorjahresquartals, während das Ergebnis gesteigert werden konnte. Bei MaterialScience blieb der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Das Ergebnis des Teilkonzerns stieg hingegen deutlich um nahezu 90 %, insbesondere aufgrund einer verbesserten Nachfragesituation und niedrigerer Rohstoffkosten. Die Vorbereitungen für den angekündigten Börsengang von MaterialScience verlaufen planmäßig. Wir bestätigen den Konzernausblick für die operative Performance im fortzuführenden Geschäft und passen die Prognose angesichts der veränderten Währungsverhältnisse zum 30. Juni 2015 an.

1. Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

2. Quartal 2015

Umsatzeröse Bayer-Konzern pro Quartal

Nach der im Juni 2015 erfolgten Unterzeichnung des Verkaufsvertrags mit Panasonic Healthcare Holdings Co., Ltd. ist das Diabetes-Care-Geschäft nicht mehr im fortzuführenden Geschäft enthalten. Die Vergleichswerte wurden entsprechend angepasst.

Der Konzernumsatz stieg im 2. Quartal 2015 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 3,7 % auf 12.090 Mio € (nominal +18,2 %; Vorjahr: 10.228 Mio €). Der Umsatz von HealthCare verbesserte sich wpb. um 8,3 % auf 5.908 Mio € (nominal +28,0 %; Vorjahr: 4.615 Mio €). Bei CropScience erreichte der Umsatz mit einer wpb. Veränderung um -0,6 % auf 2.723 Mio € das starke Vorjahresniveau (nominal +10,2 %; Vorjahr: 2.470 Mio €). Der Umsatz von MaterialScience lag mit 3.185 Mio € und einem Anstieg wpb. um 0,6 % ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahresquartals (nominal +11,2 %; Vorjahr: 2.864 Mio €).

EBIT und EBITDA vor Sondereinflüssen Bayer-Konzern pro Quartal

Das ebit des Bayer-Konzerns stieg deutlich um 27,7 % auf 1.833 Mio € (Vorjahr: 1.435 Mio €). Darin enthalten sind per saldo Sonderaufwendungen in Höhe von 255 Mio € (Vorjahr: 48 Mio €). Diese resultierten im Wesentlichen aus der Neubewertung von sonstigen Forderungen in Höhe von 74 Mio € sowie Kosten für die Integration erworbener Geschäfte in Höhe von 55 Mio €. Des Weiteren sind Aufwendungen für den geplanten Börsengang von MaterialScience in Höhe von 41 Mio €, für Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Höhe von 32 Mio € sowie für die Konsolidierung von Produktionsstätten in Höhe von 28 Mio € in den Sondereinflüssen berücksichtigt. Das ebit vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 40,8 % auf 2.088 Mio € (Vorjahr: 1.483 Mio €).

Das ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 33,2 % auf 2.899 Mio € (Vorjahr: 2.176 Mio €). Die gute Geschäftsentwicklung ging einher mit höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Vertrieb. Währungseffekte trugen mit etwa 260 Mio € zum Ergebnis bei. HealthCare steigerte das ebitda vor Sondereinflüssen deutlich um 27,5 % auf 1.675 Mio € (Vorjahr: 1.314 Mio €). Maßgeblich hierfür waren die weiterhin sehr gute Geschäftsentwicklung bei Pharma und Consumer Health, der Beitrag aus den erworbenen Consumer-Care-Geschäften sowie Währungseffekte von etwa 110 Mio €. Das ebitda vor Sondereinflüssen von CropScience verbesserte sich um 19,2 % auf 733 Mio € (Vorjahr: 615 Mio €), insbesondere aufgrund eines positiven Währungseffekts von rund 70 Mio €. MaterialScience verzeichnete einen signifikanten Anstieg des ebitda vor Sondereinflüssen um 87,4 % auf 506 Mio € (Vorjahr: 270 Mio €). Hierzu trugen deutlich gesunkene Rohstoffpreise, die den Rückgang der Absatzpreise überkompensierten, sowie gestiegene Absatzmengen und positive Währungseffekte von 80 Mio € bei. Das Ergebnis der Überleitung verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal im Wesentlichen aufgrund niedrigerer Aufwendungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -287 Mio € (Vorjahr: -173 Mio €) lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 1.546 Mio € (Vorjahr: 1.262 Mio €). Nach Abzug eines Ertragsteueraufwands von 405 Mio € (Vorjahr: 343 Mio €) sowie nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich für das 2. Quartal 2015 ein Konzernergebnis von 1.152 Mio € (Vorjahr: 953 Mio €). Das Ergebnis je Aktie betrug 1,39  (Vorjahr: 1,15 ). Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie steigerten wir um 33,8 % auf 1,98  (Vorjahr: 1,48 ); zur Berechnung siehe Kapitel 7 „Bereinigtes Ergebnis je Aktie“.

Brutto- und Netto-Cashflow aus fortzuführendem Geschäft pro Quartal

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft des 2. Quartals 2015 stieg aufgrund des verbesserten ebitda um 30,5 % auf 2.173  Mio € (Vorjahr: 1.665 Mio €). Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg trotz höherer Mittelbindung im Working Capital um 22,4 % auf 1.959 Mio € (Vorjahr: 1.601 Mio €). Im 2. Quartal 2015 haben wir Ertragsteuern in Höhe von 352 Mio € (Vorjahr: 360 Mio €) gezahlt.

Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich geringfügig von 21,3 Mrd € am 31. März 2015 auf 21,1 Mrd € am 30. Juni 2015. Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit und positive Währungseffekte haben die Auszahlungen für die Dividendenausschüttung kompensiert. Im gleichen Zeitraum gingen die Nettopensionsverpflichtungen als Saldo von Pensionsverpflichtungen und Planvermögen von 13,6 Mrd € auf 11,1 Mrd € zurück. Grund hierfür waren gestiegene langfristige Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.

1. Halbjahr 2015

Im 1. Halbjahr 2015 konnte der Bayer-Konzern den Umsatz steigern. Den größten Beitrag hierzu lieferte unser HealthCare-Geschäft, während CropScience und MaterialScience auf dem Vorjahresniveau lagen. Das um Sondereinflüsse bereinigte ebitda verbesserte sich deutlich. Alle Teilkonzerne haben hierzu beigetragen, insbesondere HealthCare und MaterialScience.

Der Umsatz erhöhte sich wpb. um 3,2 % auf 23.969 Mio € (nominal +16,5 %; Vorjahr: 20.580 Mio €). HealthCare verbesserte seinen Umsatz um wpb. 7,7 % (nominal +27,0 %). CropScience konnte das Geschäft trotz des schwierigen Marktumfeldes auf Vorjahresniveau halten (wpb +0,2 %; nominal +8,3 %). Bei MaterialScience lag der Umsatz mit einer wpb. Veränderung um -0,7 % (nominal +9,4 %) ebenfalls auf Vorjahresniveau.

Das EBIT stieg um 7,9 % auf 3.777 Mio € (Vorjahr: 3.500 Mio €). Die Sonderaufwendungen beliefen sich in Summe auf 499 Mio € (Vorjahr: 41 Mio €). Das ebit vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 20,8 % auf 4.276 Mio € (Vorjahr: 3.541 Mio €). Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 19,7 % auf 5.840 Mio € (Vorjahr: 4.879 Mio €). Hierin enthalten waren positive Währungseffekte von etwa 300 Mio € sowie höhere Forschungs- und Entwicklungskosten von rund 320 Mio €.

Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von -561 Mio € (Vorjahr: -332 Mio €) erzielten wir ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 3.216 Mio € (Vorjahr: 3.168 Mio €). Das Finanzergebnis beinhaltete insbesondere ein Zinsergebnis von -288 Mio € (Vorjahr: -86 Mio €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 148 Mio € (Vorjahr: 139 Mio €) sowie Kursverluste in Höhe von 122 Mio € (Vorjahr: 85 Mio €). Nach Abzug eines Steueraufwands von 811 Mio € (Vorjahr: 851 Mio €) erreichten wir ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 2.467 Mio € (Vorjahr: 2.380 Mio €).

Nach Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich insgesamt ein Konzernergebnis von 2.455 Mio € (Vorjahr: 2.376 Mio €). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 2,97  (Vorjahr: 2,87 ) und das bereinigte Konzernergebnis je Aktie auf 4,02  (Vorjahr: 3,40 ); zur Berechnung siehe Kapitel 7.

Der Brutto-Cashflow im fortzuführenden Geschäft stieg um 13,6 % auf 4.184 Mio € (Vorjahr: 3.683 Mio €). Der Netto-Cashflow (gesamt) stieg bedingt durch geringere Mittelbindung im Working Capital deutlich um 52,1 % auf 2.683 Mio € (Vorjahr: 1.764 Mio €). Im Netto-Cashflow waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 796 Mio € (Vorjahr: 735 Mio €) enthalten. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 30. Juni 2015 auf 21,1 Mrd € (31. Dezember 2014: 19,6 Mrd €). Die Nettopensionsverpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2014 von 12,2  Mrd € auf 11,1 Mrd €, insbesondere aufgrund gestiegener langfristiger Kapitalmarktzinsen für hochwertige Unternehmensanleihen.

Letzte Änderung: 29. Juli 2015  Copyright © Bayer AG
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